Solarpark für eine Energiegenossenschaft: 5.672 kWp in Pfaffenhofen
Ein Solarpark für eine Energiegenossenschaft folgt anderen Regeln als ein Investorenprojekt: Die Menschen vor Ort sind zugleich Eigentümer. Für die Bürger-Energie-Genossenschaft im Landkreis Pfaffenhofen eG haben wir in Pfaffenhofen an der Ilm eine Freiflächenanlage mit 5.672,16 kWp errichtet – in gut vier Monaten Bauzeit.
Projekt auf einen Blick
- 5.672,16 kWp aus 9.696 Modulen JA Solar JAM 72D40MB mit je 585 Wp
- 16 Wechselrichter Sungrow: 14 × SG350HX und 2 × SG125HX
- Südausrichtung, 17 Grad Modulneigung, gerammte Unterkonstruktion
- Netzanschluss auf Mittelspannungsebene mit 20 kV
- Verteilnetzbetreiber: Stadtwerke Pfaffenhofen a.d. Ilm
- Vergütung über EEG-Ausschreibung bezuschlagt
- Bauzeit November 2024 bis März 2025, EEG-Inbetriebnahme am 18.12.2024
Warum ein Solarpark für eine Energiegenossenschaft anders läuft
Eine Bürgerenergiegenossenschaft finanziert ihren Solarpark aus den Einlagen ihrer Mitglieder. Das verändert zwei Dinge: Die Termintreue ist wichtiger als anderswo, weil Zusagen gegenüber Mitgliedern eingehalten werden müssen. Und die Technik muss über zwanzig Jahre wartbar bleiben, ohne Spezialwissen vorauszusetzen.
Beides ist in die Auslegung eingeflossen: bewährte Komponenten in großen Stückzahlen statt Sonderlösungen, eine klare Wechselrichterstruktur und eine gerammte Unterkonstruktion, die ohne Beton auskommt und am Ende der Laufzeit rückstandsfrei zurückgebaut werden kann.
Technische Umsetzung
Auf der Fläche stehen 9.696 Module mit je 585 Wp in Südausrichtung bei 17 Grad Neigung – die klassische Auslegung auf maximalen Jahresertrag. Die Unterkonstruktion ist gerammt, also ohne Fundamente direkt in den Boden getrieben. Das verkürzt die Bauzeit erheblich und schont den Boden.
Auf der Wechselrichterseite arbeiten 14 Sungrow SG350HX für die Hauptleistung und zwei SG125HX für die Randbereiche. Die Einspeisung erfolgt auf 20-kV-Mittelspannungsebene über eigene Stationen an das Netz der Stadtwerke Pfaffenhofen.
Vom Auftrag zur Einspeisung in vier Monaten
Der Auftrag datiert vom 11. Oktober 2024, die Bauzeit lief von November 2024 bis März 2025, die EEG-Inbetriebnahme erfolgte am 18. Dezember 2024. Dass die Inbetriebnahme vor dem Bauende liegt, ist bei Anlagen dieser Größe üblich: Die erste Teilanlage geht ans Netz, während an den übrigen noch gearbeitet wird.
Jede Anlage ist öffentlich registriert
Ein Solarpark für eine Energiegenossenschaft ist wie jede Erzeugungsanlage meldepflichtig und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eingetragen. Die Anmeldung übernehmen wir im Rahmen des Projekts mit.
Planen Sie einen Solarpark für eine Energiegenossenschaft?
Ob Bürgerenergiegenossenschaft, Kommune oder Investor – wir übernehmen die Umsetzung von der Planung bis zur Inbetriebnahme. Sprechen Sie uns an.
Mittelspannungstechnik von Faber E-Tec
Die Trafostationen für diesen Solarpark kamen aus der eigenen Unternehmensgruppe: Faber E-Tec lieferte zwei Stationen mit je 2.500 kVA, abgestimmt auf die Auslegung der Anlage und im eigenen Werk gefertigt.
Häufige Fragen zum Solarpark für eine Energiegenossenschaft
Was kostet ein Solarpark für eine Energiegenossenschaft?
Das hängt von Fläche, Netzanschluss und Modulpreis ab und lässt sich nicht pauschal beziffern. Belastbar wird die Zahl erst mit der Belegungsplanung und dem Netzanschlusspunkt. Für die Anlage in Pfaffenhofen mit 5.672,16 kWp lief die Vergütung über eine EEG-Ausschreibung, bei der der Zuschlagswert den Rahmen setzt.
Wie lange dauert der Bau einer Freiflächenanlage mit rund 5 MWp?
In Pfaffenhofen lag der Auftrag im Oktober 2024, gebaut wurde von November 2024 bis März 2025. Die eigentliche Bauzeit beträgt damit rund vier Monate. Der zeitlich schwerer planbare Teil liegt davor: Flächensicherung, Bauleitplanung und Netzanschlusszusage.
Was bedeutet eine gerammte Unterkonstruktion?
Die Pfosten werden ohne Fundament direkt in den Boden gerammt. Das spart Beton, verkürzt die Bauzeit deutlich und lässt sich am Ende der Laufzeit rückstandsfrei zurückbauen. In Pfaffenhofen tragen gerammte Profile alle 9.696 Module.
Warum Südausrichtung und nicht Ost-West?
Auf Freiflächen zählt der maximale Jahresertrag, weil der Strom vollständig vermarktet wird – anders als auf Gewerbedächern, wo der Eigenverbrauch zählt. Deshalb steht die Anlage in Pfaffenhofen in Südausrichtung mit 17 Grad Neigung.
Welchen Netzanschluss braucht ein Solarpark dieser Größe?
Mindestens Mittelspannung. Pfaffenhofen speist mit 20 kV in das Netz der Stadtwerke Pfaffenhofen a.d. Ilm ein, über eigene Trafo- und Übergabestationen. Den Anschlusspunkt klären wir vor der Auslegung mit dem Netzbetreiber.


