Solarpark mit Batteriespeicher: 3.092 kWp in Munster-Alvern
Ein Solarpark mit Batteriespeicher kann seinen Strom dann einspeisen, wenn er gebraucht wird – statt immer dann, wenn die Sonne scheint. In Munster-Alvern im niedersächsischen Heidekreis haben wir eine Freiflächenanlage mit 3.091,9 kWp und einem Speicher mit 6.687 kWh realisiert.
Projekt auf einen Blick
- 3.091,9 kWp aus zwei Bauabschnitten
- Batteriespeicher mit 6.687 kWh Kapazität und 3.343 kW Leistung
- Erweiterung auf 7.520 kWh beim Netzbetreiber beantragt
- Stadt Munster, Landkreis Heidekreis, Niedersachsen
- Eigene Bauleitplanung: Bebauungsplan Nr. 99 „Freiflächen-Photovoltaikanlage Alvern“
- Netz: EWE Netz und Stadtwerke Munster
Warum ein Solarpark mit Batteriespeicher
Ohne Speicher liefert eine Freiflächenanlage ihre Leistung konzentriert um die Mittagsstunden – genau dann, wenn alle anderen Anlagen das auch tun. Ein Solarpark mit Batteriespeicher entkoppelt Erzeugung und Einspeisung: Der Strom wird zwischengespeichert und dann abgegeben, wenn das Netz ihn aufnehmen kann.
In Munster-Alvern ist der Speicher mit 6.687 kWh bei 3.343 kW ausgelegt – also rund zwei Stunden Volllast. Diese Auslegung ist typisch für Projekte, die Erzeugungsspitzen glätten sollen, ohne den Park zu überdimensionieren. Die Erweiterung auf 7.520 kWh ist beantragt.
Von der Fläche bis zur Bauleitplanung
Das Projekt entstand nicht auf einer fertig beplanten Fläche. Die Stadt Munster hat dafür mit dem Bebauungsplan Nr. 99 eigens Baurecht geschaffen. Zum Verfahren gehörten unter anderem ein artenschutzrechtlicher Fachbeitrag und ein Blendschutzgutachten.
Realisiert wurde der Park in zwei Bauabschnitten. Diese Staffelung erlaubt es, den ersten Abschnitt bereits einspeisen zu lassen, während der zweite noch gebaut wird.
Netzanschluss
Die Einspeisung läuft über das Netz der EWE Netz und der Stadtwerke Munster. Bei Parks mit Speicher ist der Netzanschluss der anspruchsvollste Teil: Er muss Erzeugung und Speicherleistung zugleich abbilden, und die Regelung beider Komponenten muss netzkonform zusammenspielen.
Jede Anlage ist öffentlich registriert
Solarpark mit Batteriespeicher bedeutet auch Meldepflicht: Jede Erzeugungsanlage steht im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Die Anmeldung übernehmen wir im Rahmen des Projekts mit.
Planen Sie einen Solarpark mit Batteriespeicher?
Wir planen Park und Speicher gemeinsam und führen beides durch das Netzanschlussverfahren. Sprechen Sie uns an.
Mittelspannungstechnik von Faber E-Tec
Für den Netzanschluss lieferte Faber E-Tec aus der eigenen Unternehmensgruppe eine Trafostation mit 3.150 kVA und die Übergabestation. Beide Komponenten entstehen im eigenen Haus und passen damit exakt zur Anlagenplanung.
Häufige Fragen
Wie groß muss der Speicher zu einem Solarpark sein?
Das hängt vom Ziel ab. In Munster-Alvern stehen 3.091,9 kWp Erzeugung einem Speicher mit 6.687 kWh bei 3.343 kW gegenüber – rund zwei Stunden Volllast. Wer Erzeugungsspitzen glätten will, liegt meist in dieser Größenordnung; für Handel am Strommarkt wird länger ausgelegt.
Was bedeutet die Angabe kWh und kW beim Batteriespeicher?
kWh ist die Kapazität, also wie viel Energie der Speicher aufnimmt. kW ist die Leistung, also wie schnell er lädt und entlädt. In Munster-Alvern sind es 6.687 kWh bei 3.343 kW. Beide Werte gehören immer zusammen genannt.
Braucht ein Solarpark einen eigenen Bebauungsplan?
Oft ja. Für Munster-Alvern hat die Stadt Munster mit dem Bebauungsplan Nr. 99 „Freiflächen-Photovoltaikanlage Alvern“ eigens Baurecht geschaffen. Dazu gehören regelmäßig ein artenschutzrechtlicher Fachbeitrag und ein Blendschutzgutachten.
Warum wird ein Solarpark in Bauabschnitten gebaut?
Weil der erste Abschnitt dann bereits einspeisen kann, während am zweiten noch gearbeitet wird. Munster-Alvern wurde in zwei Bauabschnitten realisiert. Das verkürzt die Zeit bis zum ersten Ertrag spürbar.
Lässt sich ein Speicher nachträglich erweitern?
Grundsätzlich ja, wenn der Netzanschluss die zusätzliche Leistung trägt. Für Munster-Alvern ist die Erweiterung von 6.687 auf 7.520 kWh beim Netzbetreiber beantragt. Die Prüfung läuft immer über den Netzbetreiber.


